Erfurt bekennt sich erneut zu dauerhafter Aufnahme von Flüchtlingen

PRESSEMITTEILUNG der Stadtratsfraktion vom 11.6.2015.

 

Bereits vor mehr als fünf Jahren hat sich die Stadt Erfurt mit dem Beschluss 0373/09 verpflichtet, die vom UNHCR initiierte Kampagne „Save me“ zu unterstützen. Dies beinhaltete die Bereitschaft, im Rahmen des sog. Resettlement Flüchtlinge dauerhaft in Erfurt aufzunehmen. „Wir meinen, dass es Erfurt sehr gut zu Gesicht steht, diesen Beschluss, der damals auf Antrag unserer Fraktion zustande kam, auch weiterhin mit Leben füllen zu wollen. Wir wollen bunte Vielfalt und sehen uns einem an Menschenrechten orientierten Umgang gerade mit Flüchtlingen verpflichtet “, bekräftigt Astrid Rothe-Beinlich, Stadträtin und Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Arbeitsmarkt und Gleichstellung. Der Ausschuss hatte sich in seiner gestrigen Sitzung mit einer entsprechenden Einwohneranfrage befasst, die zum Stand der Umsetzung des Beschlusses nachgefragt hatte.

Im Rahmen des Resettlement-Programmes fanden bislang 55 Menschen, darunter 50 aus dem Irak, zwei aus dem Iran und drei aus Malta in Erfurt ein neues Zuhause.
„Erfurt versteht sich als weltoffene Stadt und heißt daher weitere Betroffene herzlich willkommen. Das ist ein wichtiges Zeichen in einer Zeit, in der vielerorts Ausgrenzung und Diskriminierung offen zutage treten, wie in Form der unsäglichen Aufmärsche von thügida und anderen menschenverachtenden Zusammenschlüssen. Ich jedenfalls bin froh, dass aufgrund der Anfrage das Thema noch einmal ins Bewusstsein gerückt wurde und die Stadt darüber nachdenkt, diese Haltung auch öffentlich sichtbar zu machen, damit jede und jeder, der sich über Erfurt informiert, erfährt, dass unsere Stadt auch in Zukunft Teil der „Save me“ Kampagne ist“, schließt die grüne Stadträtin.

V.i.S.d.P.: Tely Büchner (0361 655 2030)

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